„Die Kurbel“ fördert die Zukunft zahlreicher Schülerinnen und Schüler aus Oberhausen und Mülheim

„Zukunft fördern – vertiefte Berufsorientierung gestalten“ ist ein Innovationsprojekt zur Unterstützung der Berufsorientierung aller allgemein bildenden weiterführenden Schulen Nordrhein-Westfalens. Getragen wird das Projekt von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, von den nordrhein-westfälischen Ministerien für Schule und Weiterbildung sowie für Generationen, Familie, Frauen und Integration in Zusammenarbeit mit der Stiftung Partner für Schule NRW. Im Rahmen von „Zukunft fördern“ wurden zehn schulformspezifische Projektmodule zur innerschulischen Berufsorientierung entwickelt.

Was ist das Ziel von „Zukunft fördern“?
„Zukunft fördern“ will die individuelle Ausbildungsreife nordrhein-westfälischer Schülerinnen und Schüler systematisch steigern. Durch eine langfristige und nachhaltige Berufsorientierung sollen Jugendliche in die Lage versetzt werden, am Ende ihrer Schullaufbahn eine fundierte Berufswahl zu treffen.
Zielsetzung dieses systematischen und individuellen Berufsorientierungsprogramms ist die Verbesserung des Überganges von der Schule in die Berufsausbildung“ (aus: Basisdaten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Stand: 01.04.08).
Ab der 8. Klasse liegt ein Schwerpunkt in der Förderung der Ausbildungsreife von Schülerinnen und Schülern. Dazu gehören das Kennenlernen ausbildungs- bzw. arbeitsmarktrelevanter Fähigkeiten und Kenntnisse sowie die handlungsorientierte Erprobung der eigenen Kompetenzen in der „Praxis“. Dabei sind folgende Teilziele von besonderer Bedeutung:

  • Entwickeln bzw. Erweitern der individuellen Handlungskompetenz
  • Entwickeln bzw. Fördern der beruflichen Handlungskompetenz
  • Entwickeln einer realistischen, d.h. erreichbaren, Berufswegeplanung unter Berücksichtigung des Berufswunsches, der gesammelten praktischen Erfahrungen, der Voraussetzungen des/der Jugendlichen und seiner/ihrer Entwicklungspotenziale, der betrieblichen Anforderungen etc.

Die „Kurbel“ hat im Rahmen dieses Programms ein Konzept zur Berufsorientierung entwickelt, das die SchülerInnen gezielt auf die heutige Arbeitswelt vorbereiten soll. Dabei sollen die Jugendlichen in der Schule die Arbeitswelt möglichst konkret kennenlernen.

  • Die Berufsorientierung und die Verbesserung der Startchancen von Jugendlichen in die Arbeitswelt werden durch ein abgestimmtes Konzept in den Klassenstufen 8, 9 und 10 unterstützt. Die Maßnahmen zur Berufsorientierung werden in einen nachvollziehbaren Ordnungsrahmen integriert, um Transparenz und Systematik zu gewährleisten.
  • Berufsorientierung im Unterricht richtet sich an der aktuellen Arbeitswelt aus.
  • Lehren und Lernen integriert vielfältige Unterrichtsmethoden.
  • Das praktische Lernen in der Arbeitswelt wird erweitert.
  • Berufsorientierung erfolgt auch über Projektlernen: SchülerInnen gestalten eigenständig und selbstwirksam bestimmte Lernthemen.
  • Es werden verstärkt Partner aus der Wirtschaft zur Gestaltung der Berufsorientierung gewonnen (z. B. Arbeitsämter, Kammern und vor allem Betriebe).
  • Die Jugendlichen werden beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt durch schulische Maßnahmen und durch die „Kurbel“ als außerschulischer Partner unterstützt.

Methodische Orientierung:

  • Praxisorientierung durch Lernen in Werkräumen, PC-Räumen und Lehrküchen
  • Wissen anwenden können, z. B. durch das Herstellen von Werkstücken
  • Simulation von Abläufen aus der Arbeitswelt: Informationen beschaffen, Prozesse planen, Produkte umsetzen
  • gemeinsames Lernen in Gruppen, Präsentation der Ergebnisse durch die Jugendlichen
  • Erfahren von Selbstwirksamkeit durch eigenständiges Lernen
  • Einbinden von externen Partnern (z. B. Auszubildende, Handwerker, Eltern) in den Unterricht, in Projekte etc.

Die „Kurbel“ kooperiert in diesem Programm im laufenden Schuljahr mit folgenden Schulen in Oberhausen und Mülheim:

  • Gustav-Heinemann-Gesamtschule OB
  • Gesamtschule Alt-Oberhausen OB
  • Gesamtschule Weierheide OB
  • Wilhelm-Busch Schule MH
  • Fröbelschule OB
  • Otfried-Preußler-Schule OB
  • Tersteegen-Schule MH

Mit diesen Schulen führt die „Kurbel“ in diesen Wochen unterschiedliche Berufsorientierungsmaßnahmen durch - wie z. B. Berufsorientierungscamps, Kompetenzchecks, Sprachkurse für Migranten, Aufbau einer Schülerfirma etc.

Ansprechpartner in der kurbel für diese Maßnahmen ist Uli Brandt, Bereichsleitung Jugendliche: 0208 / 99 424 15.